Nothing compares 2 Prince

Gepostet von am 21. April 2018

Er hat Musikgeschichte geschrieben: Prince Rogers Nelson. Am 21. April 2016 starb er an einer Überdosis des Schmerzmittels Fentanyl, die Hintergründe sind bis heute schleierhaft. Die Ermittlungen der Staatsanwalt wurden diesbezüglich aber gerade eingestellt. Man habe nicht genügend Beweise, die auf ein mögliches Tötungsdelikt des Musikers hindeuteten, heißt es von Seiten der Staatsanwaltschaft. Es haben sich demnach keine Anhaltspunkte gefunden, die darauf hindeuten, dass jemand dem Musiker eine falsche Tablette untergejubelt hat und ihn absichtlich töten wollte. Prince wollte eigentlich ein anderes, harmloseres Schmerzmittel einnehmen, wie es jedoch dazu kam, dass er eine angeblich „gefälschte“ Tablette mit dem Inhaltsstoff Fentanyl einnahm und aufgrund der vielfach stärkeren Wirkung im Vergleich zu Heroin und Morphium daran starb, weiß niemand so genau. Die Polizei hat inzwischen das Einsatzvideo nach dem Fund von Prince’s Leiche vor zwei Jahren veröffentlicht, bei dem Einsatz haben die Beamten auch Drogen in seinem Studio Paisley Park in Minneapolis gefunden. Auch deutsche Medien stellten das Video ins Internet, u. a. „Bild“. Die Ermittlungsakte wird nun geschlossen.

Prince sorgte zu Lebzeiten immer wieder für Furore. Sein hochgelobtes „Black Album“ zog er kurz vor Veröffentlichung im Jahr 1987 vom Markt zurück. Einige Pressungen gelangten auf den Schwarzmarkt und erzielten als Bootleg Spitzenpreise. Eine Frankfurter Plattenfirma nahm sogar eine Cover-Version des kompletten Albums mit einem anderen Sänger auf und veröffentlichte es. 1994 kam das Album dann doch noch offiziell auf den Markt, allerdings ohne großes Medieninteresse.

In den 90ern gingen die Verkaufszahlen seiner Platten zurück, wofür Prince Warner Bros. Records verantwortlich machte. Es kam zum offenen Streit, schließlich veröffentlichte Prince neue Produktionen unter Pseudonymen wie „The Artist fomerly known as Prince“ oder „Symbol“ nur noch in Eigenregie über kleinere Labels und über das Internet. Seine Verpflichtungen gegenüber Warner erfüllte er nur noch halbherzig, und er beklagte sich darüber, dass er keine Rechte an den Masterbändern seiner Werke habe.

Kurz vor seinem Tod kam es dann wohl doch noch zu einer Einigung mit Warner, über die keine Details bekannt wurden.

Anlässlich seines 2. Todestages brachte Warner nun endlich die bislang unveröffentlichte Originalversion von „Nothing compares 2 U“ heraus, die Prince bereits 1984 eingespielt hat. Sinéad O’Connor erlangte mit ihrer Version sechs Jahre später einen Nummer 1-Hit.

Auch Videoaufnahmen des Klassikers wurden in diesem Zusammenhang veröffentlicht, die Prince zusammen mit seiner Band The Revolution bei Proben zeigt.

Gefunden hat die Aufnahmen der offizielle Archivar des Prince Estate, Michael Howe während einer Inventur. Mit Hilfe des Prince Estate sollen die Werke und das Leben von Prince der Nachwelt erhalten werden.

Bildnachweis: Prince auf der Leinwand während des Super Bowl am 4. Februar 2018 (fotografiert von Lorie Shaull)


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